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15
April
Von Klischees, Baeumen und Froeschen.
Es war einmal, an einem wunderschönen Frühlingstag, an dem zwei Mädchen beschlossen, etwas zu unternehmen, hinaus in die Welt zu kommen.
Sie fuhren mit ihren Fahrrädern bilderbuchgleich durch die nach frischem Frühling duftende Luft und ließen sich nach einiger Zeit des Genießens der Atmosphare wie in Bullerbü mitten im Wald auf einer mit Gras bewachsenen Ecke, zu der auch ein paar Strahlen der Sonne gelangten, nieder.

... märchenhaft.

Sie warfen die Räder achtlos auf die dicke Laubdecke und liefen ein paar Meter weiter, wo sie ihre Picknickdecke ausbreiteten. Erst zweifelten sie kurz, da sie sich vor möglicher Tiere fürchteten, aber sie verwarfen die Ängste und machten es sich mit ihren Keksen und Melonen aus ihrem Picknickkorb wie aus dem Märchen ,Rotkäppchen' gemütlich.

Eines schoenen Tages beschlossen wir, ein Picknick im Wald zu machen...

Sie unterhielten sich erst über Wildschweine und Füchse, dann interessiert über das evangelische Abendmahl, da sie, wie es sich gehörte, jeden Sonntag in die Kirche gingen. Auch freuten sie sich sehr darauf, nächsten Samstag einmal wieder das Theater zu besuchen. Seit Wochen zählten sie die Tage.
Da die zwei Mädchen christlich waren, erkannten sie schnell, dass sie beide der Horizont sehr an das Ende der Welt erinnerte. Hinter den Bäumen hörte es einfach auf, wie es schien. Pures weiß leuchtete dahinter hervor.

Der Himmel hinter dem Wald.
<br />
Nichts außer strahlendem weiß. Erloesung. :)

Aber die Mädchen, die beide die gleichen Oberteile trugen, waren nicht immer so brav, wie es schien. Während der aufregenden Konversation hatten sie einen besonderen Baum in ihrer Nähe entdeckt, der trotz seiner teils dünnen Äste nicht unerklimmbar zu sein schien.
Erst meinten sie es als Scherz, aber dann versuchten sie es wahrhaftig, auf den hohen Baum zu klettern. Überraschenderweise fanden sie es sehr spaßig, in den Ästen zu sitzen. Von oben war es eine ganz andere Perspektive.

Wozu stiftet dieser Baum an...? O:)

Es kamen sogar zwei Frauen dahergelaufen, die die jungen Damen zwischen den Zweigen entdeckten, weil sie die verlassenen Fahrräder unterhalb derer sahen. Sie fragten erstaunt, ob es ihnen gut ginge, lachten, und liefen sobald weiter.

Doch nach einer Weile suchten die Mädchen sich eine andere Beschäftigung. Sie liefen auf einem über einen Bombenkrater führenden, umgestürzten Baum auf und ab, tanzten und sprangen hin und her. Sie versuchten, die wunderschönen Stunden festzuhalten, aber es gelang ihnen nicht sehr gut.
Dafür entdeckten sie einen Frosch! Das kleine Tier hatte exakt die gleiche Farbe wie die alten Blätter. Es war sehr flink und sprang immer wieder davon. Aber es gelang ihnen trotzdem, ein, zwei Fotos von ihm zu machen.

Was versteckt sich zwischen den grossen Händen?

Klein, braun, flink und sueß.

Aber bald neigte sich der Tag und sie packten die Sachen zusammen und sausten zurück durch die Abendluft.

So eine schoene Abendsonne.

Ein perfekter Tag.

 
 
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